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Eine kleine Definition

Autismus leitet sich vom griechischen Wort autos („selbst“) ab und beschreibt eine tiefgreifende Entwicklungs- sowie Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns. Auffälligkeiten zeigen sich vor allem im Sozialverhalten, in Kommunikation, Interaktion und Wahrnehmung. Da es zahlreiche Ausprägungen gibt, spricht man heute von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Bei Kindern fällt häufig früh ein ungewöhnliches Verhalten auf, etwa reduzierter Blickkontakt, starke Fokussierung auf Objekte oder später ein Rückzug aus sozialen Kontakten. Mimik, Gestik und nonverbale Signale werden oft missverstanden, Stimmen können monoton wirken und stereotype Sprach- oder Verhaltensmuster auftreten.

 

Viele Betroffene entwickeln intensive Spezialinteressen und benötigen feste Routinen, auf Veränderungen reagieren sie mit Stress oder Überforderung. Autismus ist keine Intelligenzminderung, sondern eine Entwicklungsbesonderheit mit individuellen Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfen.

 

Entscheidend für eine gelingende Alltagsbewältigung sind passende Übergänge und unterstützende Rahmenbedingungen.

Autismus, zwei Erdmännchen-Kinder beim Spielen

”Wir sagen, Autisten fehlt Empathie.

Nein, sie fehlt uns. Für sie.“

(Hirnforscher Henry Markram)

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